Beiträge und Veröffentlichungen

Offener Brief von Gerd Slama an die Mitglieder der DTL in Auswertung der Wahlversammlung 2018

Liebe Mitglieder der Deutschen Tinnitus Liga,

 

 

 

auch wenn jetzt einige Mitglieder denken, nicht schon wieder, so wende ich mich heute erneut an euch um meine Meinung in Auswertung der Wahlversammlung kundzutun.

 

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei den Mitstreitern zu bedanken, die sich konstruktiv und positiv zu meinen offenen Brief geäußert  haben.

 

Eigentlich wollte ich allen, die mir geschrieben haben, antworten, doch habe ich mich darauf besonnen noch einmal diese Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu nutzen.

 

Gut gelaunt und voller positiver Energie traten wir den langen Weg nach Wuppertal an, um mit neun Gruppemitgliedern an der Wahlversammlung unserer Liga teilzunehmen.

 

Doch schon die kurze Eröffnungsansprache unseres Vorsitzenden machte uns betroffen und erfüllte uns mit Unverständnis.
Der Inhalt der Ausführungen findet sich leider nicht im mittlerweile vorliegenden Protokoll wieder.
Dazu folgender Protokolleintrag: „ Der Vorsitzende, Herr Volker Albert, eröffnete um 14:00 Uhr die Mitgliederversammlung. Er begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich für ihr Kommen“.

 

Volker Albert bezog sich in seinen einführenden Worten auf Gerüchte die auch weiterhin einen nicht vertrauensvollen Umgang zwischen dem Vorstand und einzelnen Mitgliedern suggerieren.
Er führte unter anderem auch aus, dass hinter dem Rücken des Vorstandes Gegenkandidaten für die Vorstandswahl aufgestellt wurden. Dazu stellte er zwar keine namentlichen Bezüge her, doch konnten alle Anwesenden davon ausgehen, wer dahinter steckt.

 

Der Ablauf der Veranstaltung ließ es zu, dass ich erst nach dem Rechenschaftsbericht (der in meinen Augen/Ohren keiner war, dazu jedoch später noch etwas) dazu Stellung nehmen konnte.
War das Taktik?

 

Nach meinem offenen Brief vom Juli dieses Jahres hatten wir mit Volker Albert und Gerhard Göbel ein vertrauensbildendes Gespräch. Vier von unserer Gruppe waren nach Potsdam zu diesem Treffen gereist.

 

Positiv für alle war der offene Austausch der Befindlichkeiten, alle konnten ihre Meinungen offen vertreten und nach unserem Dafürhalten konnte auch herausgearbeitet werden, dass es keine Abstriche beim gegenseitigen Vertrauen mehr gab.

 

Klar und unter Würdigung des bisher Geleisteten brachten wir aber auch zum Ausdruck, dass wir es in Anbetracht des Alters und den unserer Meinung nach ins Stocken geratenen zukunftsweisenden Aktivitäten des  Vorstandes gern sehen würden, wenn jüngere sich für die Ämter zur Verfügung stellen würden.

 

Nach diesem Gespräch trennten wir uns in der Gewissheit, alle Missverständnisse ausgeräumt zu haben und eine gesunde Basis für eine weitere fruchtbringende Zusammenarbeit gefunden zu haben.

 

Ihr könnt euch vorstellen, wie uns nach Volkers Eröffnungsansprache zu Mute war.

Wie nun die Wahlversammlung gelaufen ist und wie das Abstimmungsverhalten zu unseren Vorschlägen war, ja, das ist nun mal die Demokratie, wie sie bisher in der Liga praktiziert wurde. Aber damit hab ich kein Problem, zumal wir ja angetreten sind, diese zu ändern.

 

Was zu unserem Unverständnis zusätzlich beitrug, waren einige Passagen der Versammlung, die nicht im Einklang mit der Satzung stehen. So z. B. wurde zu den Wahlgängen einzelner Vorstandsmitglieder gefragt, ob es Gegenkandidaten gibt und der Antrag von Michael Bergmann auf Erhöhung der Entschädigungspauschale wurde nicht in der Form eingereicht wie es die Satzung fordert, Gegenüberstellung alter Text/neuer Text.

 

Liebe Mitstreiter, warum dieses Aufbegehren?
Vehement versucht der Vorstand Anträge was das Wahlverhalten betrifft zu blockieren.
Die Darlegung der Argumente ist ähnlich wie vor zwei Jahren in Bad Arolsen, es werden nur die negativen Seiten hervorgehoben. Eine Gegenüberstellung mit den positiven Aspekten erfolgte nicht.
Zum wiederholten Male wird uns bzw. anonymen Mitgliedern unterstellt, dass wir nicht vertrauensvoll miteinander umgehen.

 

So kann es nicht weitergehen, und die Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Satzung schafft diese Querelen auch nicht aus der Welt.

 

Wir, die Gruppenaktiven unserer Gruppe beschäftigen uns intensiv mit dem Geschehen und haben zunächst beschlossen die Aktivitäten gegenüber der Liga zu minimieren und uns auf unser Gruppenleben zu konzentrieren. Wir werden das Geschehen in der Liga intensiv beobachten und zu gegebener Zeit entsprechende Schlussfolgerungen ziehen.

Unser demokratisches und soziales Empfinden sagt uns, dass es so nicht weitergehen kann und wir rufen an dieser Stelle alle Mitglieder auf, sich noch offensiver und unter Einbeziehung aller Mitglieder für eine solide Zukunft unseres Vereins einzusetzen.

 

 

 

Mit ohrensausenden Grüßen

Gerd Slama